Änderungen in den Wettkampfregeln (lt. Kampfrichterkommission) Änderungen für Judo-Wettkämpfe 2004

für alle Altersklassen von U 11 bis Frauen/Männer (Punkte I. bis V.)

I. Strafen

1. Es gibt nur noch zwei Strafenbereiche!
- Chui und Keikoku entfallen -

• Alle im Kampfrichter-Regelwerk aufgeführten Shido- und Chui-Vergehen werden nur noch mit Shido bestraft.
• Alle unter Keikoku und Hansoku-make aufgeführten verbotenen Handlungen werden mit Hansoku-make geahndet.

Hansoku-make;
als Direktstrafe bedeutet Hansoku-make Ausschluss aus dem gesamten Turnier.
(Ausnahme: Sonderregelung für die Bundesliga)

II. Kawazu-gake

Der im Regelwerk aufgeführte „klassische Fall“ von Kawazu-gake wird mit Hansoku-make bestraft. Ebenso wird jeder Fall
von „Beinumschlin­gen“ zur Ausführung eines Wurfes mit Hansoku-make bestraft, wenn Tori seinen Gegner anhebt und
dabei zur Wurfausführung eine Körperdrehung nach hinten macht und mitfällt.
Das Umschlingen des Beines zur Ausführung von z. B. O-soto-gari, O-uchi-gari ist nicht verboten und wird aus diesem
Grunde nicht bestraft.

III. Arzt

Wenn der Hauptkampfrichter den Arzt auf die Matte bittet, bleiben die Außenrichter auf ihren Stühlen sitzen.
Wenn der Arzt den Abbruch des Kampfes empfiehlt, kommen die Kampfrichter zur Beratung zusammen bzw. wenn es
der Hauptkampfrichter für nötig hält.

IV. Verbeugung der Kämpfer

Verbindlich ist die Verbeugung der Kämpfer nur noch an der Ausgangsposition vor Beginn und am Ende des Kampfes.
Diese Form der Verbeugung muss korrekt durchgeführt werden
- nicht nur mit einem Kopfnicken -.

V. Golden Score

Wenn ein Kämpfer seinen Gegner in Osae-komi hält, läuft die Uhr weiter bis Ippon erreicht ist. Wird der Haltegriff vorher
gelöst - z. B. Toketa oder Matte - so zählt das Resultat bis zu diesem Zeitpunkt. Sollte Uke, während der Haltegriff läuft,
mit einer Würgetechnik zum Erfolg kommen, so wird dieses Resultat gewertet.