08.06.2001 - IDEM FU17 in Rüsselsheim Ein 2. Platz für Tanja Kedweg und zwei 7. Plätze für Steffi Frank und Jessica Schultze

Mit einer Mannschaft von 20 Athletinnen (Stephanie Wörner, Tanja Kedweg, Jasmin Würfel, Steffi Frank, Marie Muller, Jessica Schultze, Irina Heckmann, Angela Giano, Monika Dreja, Alina Thomas, Natalie Hoefling, Graziella Puritscher, Vera Dworaczyk, Christina Wagner, Claudia Pschak, Isabelle Kolein, Mandy Remili, Cordula Lutz, Anja Lang, Nadine Antic) nahmen wir am Sonntag, den 13.Mai, an der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Frauen unter 17 Jahren in Rüsselsheim teil. Unter den insgesamt 260 Teilnehmerinnen befanden sich neben einer großen Anzahl deutscher Athletinnen Sportlerinnen aus den Niederlanden, Frankreich, Österreich, Rumänien, Schweiz und Tschechien. Die noch sehr junge Tanja Kedweg vom TV Mosbach, die noch in der Altersklasse u15 startberechtigt ist, überraschte in der Gewichtsklasse bis 44 kg. Mit ihrem 2.Platz zeigte sie eindrucksvoll, daß sie sich auch in der höheren Altersklasse vor niemanden verstecken muß. Drei vorzeitig gewonnene Kämpfe und ein Wazari-Sieg auf dem Weg ins Finale unterstreichen die sehr gute Leistung der Badenerin. Lediglich im Finale mußte sie sich dann nach 3:39 Minuten und einem harten Kampf der Großhadenerin Nadja Wünsche geschlagen geben.In der Gewichtsklasse bis 48 kg, in der vier Mädchen aus Baden/Württemberg am Start waren, erkämpften sich mit Steffi Frank und Jessica Schultze zwei Württembergerinnen die siebten Plätze. Marie Muller, die noch mit einer Schulterverletzung zu kämpfen hatte, und Jasmin Würfel schieden nach je einem gewonnen Kampf leider schon in der Vorrunde bzw. im ersten Lauf der Hoffnungsrunde aus. Steffi Frank und Jessica Schultze überzeugten durch ihre kämpferische Leistung. Leider fehlte am Ende bei beiden das notwendige Quentchen Glück, um in die Medaillenränge zu kommen. Steffi Frank hinterließ auch beim Bundestrainer einen guten Eindruck und wurde daraufhin zu ihrem ersten DJB-Lehrgang eingeladen.In den anderen Gewichtsklassen lief es nicht so optimal, bis 52 kg verlor Irina Heckman gleich ihren ersten Kampf gegen eine starke Niederländerin, die später den 3. Platz belegte. Anja Lang bis 70 kg und Nadine Antic bis 78 kg erging es nicht besser, beide verloren ihren ersten Kampf und mußten vorzeitig aus dem Turnier ausscheiden. Bis 57 kg hatten wir mit sieben Starterinnen die meisten Kämpferinnen am Start. Angela Giano, Alina Thomas, Graziella Puritscher und Christina Wagner verloren leider und zum Teil unglücklich ihre ersten Kämpfe. Da ihre Gegnerinnen nicht bis ins Halbfinale vordrangen, war für sie der Wettkampf schon in der Hauptrunde beendet. Monika Dreja und Natalie Hoefling sowie Vera Dvoraczyk mußten sich nach zwei bzw. einem vorzeitig gewonnen Kampf geschlagen geben. Nur Monika und Christina gelang der Sprung in die Hoffnungsrunde, wo sie dann leider ebenfalls ausschieden. Bis 63 kg waren mit Claudia Pschak, Isabell Kolein, Mandy Remilli und Cordula Lutz vier unserer Athletinnen am Start. Nach einem optimalen Start in der ersten Runde, die alle drei klar für sich entscheiden konnten, gelang es jedoch bloß Isabelle, auch ihren nächsten Kampf erfolgreich zu beenden. Danach war aber leider auch für sie der Wettkampf zu Ende. Insgesamt kann man mit den Ergebnissen der Baden-Württembergischen Frauen u17 nicht zufrieden sein. Obwohl Tanja, Jessica, Steffi, Marie, Monika, Natalie, Irina und Vera durch ihren kämpferischen Einsatz überzeugten, reichte es ausser bei Tanja nicht, um in die Kämpfe um die Medaillen eingreifen zu können. Zum Teil konnte man feststellen, das Kämpfe leichtfertig durch Unachtsamkeiten abgegeben wurden, die nicht hätten passieren müssen. Vom technischen Niveau lassen sich unsere Athletinnen durchaus mit anderen Kämpferinnen ihrer Altersklasse messen, was auf alle Fälle ein positives Zeichen für die Zukunft ist, jedoch müssen sie sich das nötige Selbstbewußtsein, das letztlich nötig ist, um einen Kampf für sich zu entscheiden, noch erarbeiten. Dies ist nur durch regelmäßiges und konsequentes Training zu erreichen. Denn nur auf das, was man sich im täglichen Training angeeignet und ausprobiert, kann man sich auch in Situationen im Wettkampf verlassen. Ich denke, auch wenn die Ergebnisse der IDM nicht wie erhofft ausfielen, kann man auf den gezeigten Leistungen aufbauen und optimistisch in die Zukunft schauen.

Dirk Radszat, 08.06.01