25.05.2002 - IT Lyon 25./26.05.2002 Beim Internationalen Turnier der Männer und Frauen unter 20 Jahren im französischen Lyon konnten

sich mit Isabella König vom BC Karlsruhe und Dennis Huck vom JC Ettlingen eine Athletin und ein

Athlet aus Baden - Württemberg für die Weltmeisterschaft, die im September in Korea stattfinden wird,

nachdrücklich empfehlen. Auch Christian Wacker bleibt durch seine Platzierung weiter im Kampf um die

Nominierung zur Welt.- oder Europameisterschaft.

Isabella kämpfte am Samstag in der Gewichtsklasse bis 52 kg. Ihre ersten drei Kämpfe gewann sie jeweils

vorzeitig gegen zwei französische Sportlerinnen und eine Sportlerin aus Portugal. In den Vorkämpfen zwang

sie ihren Gegnerinnen ihren Kampfstil auf und konnte mit vier verschiedenen Techniken zum Erfolg kommen.

Um den Einzug ins Finale dann wieder ein Aufeinandertreffen mit ihrer schon fast Dauerrivalin van Gurp aus

Holland. Isabella bestimmte lange Zeit das Geschehen und führte in diesem Kampf mit Yuko - Wertung.

Dann eine kleine Wertung für die Niederländerin. Um nicht passiv zu erscheinen setzte Isa dann am Matten-

rand, kurz vor Schluß der Kampfzeit einen "halben" Uchi-Mata an, welche mit Yuko gekontert wurde. So blieb

ihr nur der Kampf um Bronze. Zum Glück steckte sie die Niederlage gut weg und siegte in einem taktisch

geführtem Kampf gegen Discher, ihre Nationalmannschaftskameradin, mit Koka.

Ebenfalls am Samstag kämpfte in der Gewichtsklasse bis 90 kg Christian Wacker von der TSG Backnang.

Nach einem Freilos siegte er zwei Mal mit Ippon für Harai-Goshi und Sumi -Gaeshi gegen einen Koreaner

und mit Khabarelli gegen einen starken Franzosen (nach Yuko - Rückstand). Den Einzug ins Finale verpasste

er denkbar knapp: Ein Konter gegen Tani-Otoshi brachte ihn in Führung und lange sah es so aus, das er

diesen Vorsprung halten könnte. Doch ein explosiver eingestochener O-Soto-Gari brachte die Wende für

en Brasilianer und Ippon gegen Christian. Um den dritten Platz verlor er dann gegen einen französischen

Kämpfer mit Schulterwurf.

Nachdem es für Dennis Huck bis 73 kg in Kaliningrad (ein Kampf) nicht so gelaufen war, bekam er in Lyon

eine neue Chance. Und er nutzte sie: Ippon gegen Portugal. Ippon (nach Waza-ari - Rückstand) gegen einen

französischen Athleten. Dann ein turbulentes Viertelfinale, wieder gegen einen Franzosen. Zwölf Sekunden

vor Schluss (bei Gleichstand Koka - Koka) erhält Dennis Shido für Passivität . Mit dem Schlussgong wirft er seinen

Gegner noch am Mattenrand mit Yuko und zieht ins Halbfinale ein.

Dort überrascht er seinen rumänischen Gegner mit einer seiner Spezialtechniken und erhält Ippon. Im Finale dann

ein schwerer Kampf gegen Schmitt (Frankreich). Vielleicht hätte er sich am Anfang noch mehr zu trauen müssen,

dann hätte er früher eine deutliche Entscheidung suchen und finden können. Am Ende entschied eine umstrittene

Passivitätsbestrafung zu Gunsten des Franzosen (Yuko gegenYuko+Koka) in einer Phase in welcher Dennis im

Vorwärtsgang war. Eine starke Leistung von dem Ettlinger, wahrscheinlich eines seiner stärksten Turniere, wenn

nicht das Stärkste seiner bisherigen Laufbahn.

Timo Schefold aus Böblingen konnte in der Gewichtsklasse bis 60 kg noch nicht mithalten. Den ersten Kampf

begann er zu ruhig und vorsichtig. Die Strafe in Form von Te-Guruma (Ippon) folgte sofort. In der Trostrunde kam

er mit dem starken Griff eines Italieners nicht zurecht und bekam recht früh eine berechtigte Strafe für Heraustreten

aus der Matte. So lief er der Strafe hinterher und fand kaum zu seinem Griff. Am Ende eine Chui - Keikoku

Niederlage und die Hoffnung, das es in Österreich nächstes Wochenende ,wie in Frankfurt an der Oder, wieder

besser laufen wird.



Mirko Grosche

Landestrainer